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For The Fallen Dreams - Changes

For The Fallen Dreams - Changes

Rise Records

Bands, die Hardcore und Metal verschmelzen lassen, gibt es in diesen Tagen (leider) wie Sand am Meer. Im Fahrwasser von Bands wie Hatebreed, As I Lay Dying oder auch 36 Crazyfists rumzuschippern versetzt wohl viele junge Musiker in Ekstase, mit dem Ergebnis, dass zum Teil völlig talentfreie Bands gegründet werden, nur um zu einer eklatanten Rohstoffverschwendung in Form von CDs oder Vinyl beizutragen. Und in den meisten Fällen wäre dann nach dem zweiten Album auch schon der persönliche Zenit erreicht, da man sich, mal abgesehen von ein paar Ausnahmebands wie die o.g. und natürlich Misery Signals, anfängt, musikalisch im Kreis zu drehen.
Hört man quasi mal eben im Vorbeigehen in das Debutalbum "Changes" von For The Fallen Dreams rein, so riskiert man einen kleinen Hoffnungsschimmer im Dunkel des Metalcore-Jungels zu übersehen. Denn auf den ersten Blick machen die Jungs aus Lansing, Michigan nicht vieles anders, als die meisten ihrer Kollegen. Bei genauerem Hinhören aber muss man ihnen zugestehen, dass sie sich wohltuend von der Masse abheben. Zum einen liegt das an der extrem fetten Produktion (hört euch mal die krass runter-stimmten Gitarren an!), die wirklich knallt und zum anderen an den permanenten Auflockerungen in Form von schönen Melodien, wie beim Opener "Brothers In Arms" perfekt inszeniert. Natürlich fehlen die obligatorischen Breakdowns nicht, die härtetechnisch jedem Hardcore-Jünger die Tränen in die Augen treiben.
Anders als ihre Topseller Konkurrenz von Hatebreed setzen sie aber nicht nur auf brachiale Härte, sondern schrecken auch vor dem Einsatz von Keybords ("Through The Looking Glass") nicht zurück. Und hier kann man dann auch ein wenig Kritik üben. Zieht man sich den Hassbatzen am Stück rein, so schleicht sich das Gefühl ein, dass alle Songs das gleiche Arrangement und den gleichen Aufbau haben. Das sie es anders können, beweisen sie mit dem letztgenannten Song, der aufgrund der Streicher gleich völlig neue Türen für sie aufmacht und das nocht nicht ganz ausgeschöpfte Potential des Fünfers zeigt. Und wenn der Sänger noch an seiner Variabilität arbeitet und sich nicht nur auf sein Gebrülle verlässt, sondern vielleicht auch mal ein wenig Gesang mit einsteut (und wie so eine Symbiose funktionieren kann, haben Poison The Well auf "You Come Before You" mit Summa Cum Laude gezeigt), werden sich die Türen zu den Herzen der treuen Hardcore-Hörerschaft in windeseile öffnen und dem Stern auf dem Hardcore-Walk-Of-Fame steht nicht mehr entgegen.
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