Friendly Fires - Friendly Fires
Xl/Beggars (Indigo)
Sie machen nichts wirklich Neues und kommen Surprise, Surprise aus Großbritannien, genauer gesagt aus St. Albans, Hertfordshire. Drei Jungs, auf der Bühne zu viert, gutaussehend, mit Röhrenjeans und Hemden. Dennoch: als ich das selbstbetitelte Debut des Trios das erste Mal höre weiß ich, dass die Friendly Fires anders sind; die enge Hosen tragende, englische Sexiness ist dabei aber ein positives Nebenprodukt.
Über XL Recordings erreicht uns hiermit ein stark tanzbares Freudenspiel mit Sternchen für Eingängigkeit und Langlebigkeitspotenzial. Das Fundament jedes Tracks bildet ein kunstvoll verschnörkeltes Gerüst aus Percussion, Gitarreneinwürfen und Bass, gelegentlich geschmückt mit Synthiegirlanden. Leadsänger Ed Macfarlane sorgt auf dem Album für durchgehend catchy Gesangslinien, die nach dem ersten Konsum tagelang den Gehörgang besetzen in meinem Fall die Strophe von Photobooth und der Refrain von White Diamonds. Die Songs handeln allesamt von Liebesgeschichten, meist mit träumerischem oder fröhlichem Grundton, selten melancholisch oder vorwurfsvoll.
Mein einziger Kritikpunkt: wieso gehen diese Jungs noch als Vorband der Foals auf Tour? Beim Konzert am 22. November im Berliner Columbia Club überzeugen die Friendly Fires jedenfalls um ein ganzes Stück mehr als die Hauptband, was nicht nur unantastbaren ass-shaking Tanzstil von Macfarlane liegt.






![Nihiling - m[e]iosis](http://www.audioase.de/images/covers/nihiling-meiosis_klein.jpg)















