De Rosa - Prevention
Chemical Underground (Rough Trade)
Als Vorband von Mogwai waren De Rosa eine mittelgroße Enttäuschung. Die introvertierten Indierocker langweilten mich. Der Konzertabend im Sommer 2006 blieb mir trotzdem in sehr guter Erinnerung, was wohl ausschließlich auf den grandiosen Auftritt von Mogwai zurückzuführen ist. Der Name De Rosa wurde derweil in der großen Schublade der Belanglosigkeiten abgelegt.
So bin ich auch nicht ganz frei von Vorurteilen an das neue De Rosa Album Prevention herangegangen. Knapp 2 Jahre später haben sich die sonst so oft und viel gelobten, jungen Schotten aber zumindest mal eine zweite Chance verdient.
Schon der Opener A Love Economy zeigt unmissverständlich, dass diese Chance nicht ungenutzt bleiben wird. Der schüchterne Akustikgitarren-Einstieg steigert sich gekonnt zur kleinen, aber wütenden Indierock-Hymne und begrabt damit schon zu Beginn mühelos meine angesammelten Vorurteile.
Sehr lange 30 Monate arbeitete die Band an Prevention und es scheint sich ausgezahlt zu haben. Die Band pendelt auf Prevention perfekt zwischen folkigem Indiepop und nachdenklich-melancholischen Indietronics, ohne jedoch auf die nötigen rockig-emotionalen Ecken und Kanten zu verzichten.
Songs wie It helps to see you hurt, Swell und Flight Recorder halten dem härtesten musikalischen Vergleich stand ohne sich irgendwo anzubiedern. Letzteres birgt sogar richtiges Hitpotential.
De Rosa ist ein sehr gutes, aber auch nachdenkliches Album gelungen über das man dieses Jahr noch sehr viel sprechen wird. Da bin ich mir ziemlich sicher.






![Nihiling - m[e]iosis](http://www.audioase.de/images/covers/nihiling-meiosis_klein.jpg)















