Wavves - Wavvves
Fat Possum
Es geht um die Freunde am Krach machen. Nathan Williams aka Wavves hat Spaß daran seine Musik in den Verzerrer zu tunken. Einmal, zweimal
hundertmal. Sie förmlich kaputt zu machen. Eigentlich stecken da ja feine Popsongs dahinter. Die Idee ist nicht neu. In den 60ern waren es Velvet Underground, etwas später kamen Suicide, dann Jesus and the Mary Chain und My Bloody Valentine. Im Grunde genommen haben sie alle Popsongs geschrieben, um sie anschließend im Verzerrer zu ertränken.
Derzeit schwappt eine richtige Welle an Lo-Fi-Noise-Punkern, die neuerdings auch Shitgazer genannt werden, zu uns. Die wohl wichtigste Brutstätte ist Los Angeles und das berühmte The Smell. Bands wie No Age, Health und Abe Vigoda sind dort verwurzelt. Der DIY Club ist auch für Nathan Williams und seine Wavves ein zweites Zuhause.
Die musikalische Ähnlichkeit zu No Age wäre damit auch schon erklärt. Eine Formelhaftigkeit der Shitgaze Bewegung lässt sich daraus aber nicht ableiten. Dazu wecken die Bands zu unterschiedliche Sentimente. Wo der Punk-Spirit von No Age zum rauschenden Pogo-Tanz-Fest für Intellektuelle bittet, treiben Nathan Williams die berühmten Themen der Teen Angst in den Lärm. In jedem Ton, in jedem Wort schwingt das Hadern, die Frustration, die Langeweile, der Kampf mit dem Erwachsen werden mit.
Im Übersong No Hope Kids heißt es: Got no car, got no money
got no gun, got no girlfriend, got no family. I got nothing, nothing, nothing, not at all.... Diese hoffnungslosen Beschwörungen ziehen sich durch das gesamte Werk. Dieses Jammern und Hadern gewinnt im Zusammenhang mit dem musikalischen Vortrag eine ganz großartige ästhetische Bedeutung. Es verleiht den Wavves nicht nur Eigenständigkeit, es kickt den Nerv der Zeit einfach nur perfekt. Im soooooooo boooored, Im soooooooo boooored und jetzt alle!






![Nihiling - m[e]iosis](http://www.audioase.de/images/covers/nihiling-meiosis_klein.jpg)
















