Alice in Chains - Black Gives Way To Blue
EMI
Flatternde Flanellhemden und ungekämmtes Haar, Heroin und Depressionen, Lebenseinstellung und Energie in den Neunzigern beinhaltete Grunge alles und genug, um ausgelacht, gehasst und geliebt zu werden. Alice In Chains wussten das schon immer: Sie kämpften und spielten mit den Kritikern, aber im Grunde war es ihnen scheißegal allen voran Layne Staley, gefolgt von den Fans.
Als man von der Reunion der Grunge-Koryphäen hörte, bekam man wieder einmal das Gefühl, dass Alice In Chains sich immer noch einen Scheißdreck kümmern, auch ohne den verstorbenen Staley. Worum sie sich allerdings kümmern, ist ihr Image als kraftvolle, brillante Musiker und dieses Image pflegen sie mit ihrem ersten Studioalbum seit 14 Jahren, Black Gives Way To Blue. Elf Tracks, allesamt geschrieben von Jerry Cantrell und gesungen von Neuzugang William DuVall. Zwar schafft es DuVall, den Songs einen Hauch von etwas zu verleihen, das an Staleys klagende, aufrichtige Stimme erinnert. Trotzdem kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren, dass dieses Album nur eine gut gemachte Imitation, ein wiederbelebtes jedoch wertvolles Reststück dessen ist, was Alice In Chains einmal war.
Versteht mich nicht falsch: Black Gives Way To Blue ist ein außergewöhnliches Werk mit hohem Suchtfaktor (was in diesem Zusammenhang so sarkastisch klingt, dass ich nur vorschlagen kann, das Album in Black Gives Way To Black (Humor) umzubenennen). Aber war es nicht Schlagzeuger Sean Kinney selbst, der einmal versprach, Were not trying to replace Layne Staley? Auf der anderen Seite sagte er über die Reunion von Alice in Chains: Its kind of a tribute to Layne and our fans, the people who love these songs.
Und genau diese Leute werden Black Gives Way To Blue lieben und sich einfach einen Scheißdreck kümmern.






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